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Dienstag, 9. Februar 2010


Computerkriminalität PDF Drucken E-Mail

Datendiebstahl und Computerkriminalität sind keine Kavaliersdelikte. Durch Softwarepiraterie entsteht ein gesamtwirtschaftlicher Schaden in Milliardenhöhe, der zudem auch Arbeitsplätze gefährdet.

Auch der Diebstahl und Missbrauch Ihrer Daten kann Ihnen erheblichen Schaden zufügen!

Im Folgenden finden Sie eine Definition, was unter Computerkriminalität zu verstehen ist. Diese Abgrenzung ist für die Ermittlungsbehörden wichtig, um sie nicht von effektiven Ermittlungen abzuhalten. Bitte prüfen Sie vor Ihrer Mitteilung an die Online-Meldestelle, ob die genanten Definitionskriterien auf das gefundene Material zutreffen. Bitte geben Sie eine möglichst genaue Beschreibung an.

Anderenfalls bitten wir von einer Meldung abzusehen.


Defninition Computerkriminalität

Datendiebstahl und Computerkriminalität sind keine Kavaliersdelikte. Durch Softwarepiraterie entsteht ein gesamtwirtschaftlicher Schaden in Milliardenhöhe, der zudem auch Arbeitsplätze gefährdet.

Dieser Bereich ist sehr breit gefächert und lässt sich hier nicht in allen Einzelheiten schildern. Er umfasst u.a. jegliche Arten der missbräuchlichen Nutzung von Kreditkarten, des unerlaubten Eindringens in fremde Rechner oder Systeme, das Ausspähen von Daten, jede Form des Computerbetruges sowie die unerlaubte Nutzung geistigen Eigentums.
Auch im Internet genießt geistiges Eigentum wie z. B. Bücher, Musik, Kunstwerke, Fotos oder Software urheberrechtlichen Schutz.

Dieser Schutz gilt in Deutschland seit 1993 mit der Inkraftsetzung des neuen Urheberrechts und beinhaltet auch den Schutz der Software.


Online-Betrug

Die Bekämpfung des Online-Betrugs hat sich zu einem Schwerpunkt der polizeilichen Arbeit bei der Bekämpfung der Internetkriminalität entwickelt. Viele Betrüger haben ihr Tätigkeitsfeld ins Internet verlagert. Die Grenzenlosigkeit und scheinbare Anonymität des Internets erleichtert Tätern ihr Handeln.

Deshalb sollten Internet-User bei Online-Geschäften immer die Möglichkeit eines Betruges vor Augen haben. Oft kann schon durch den Einsatz des "normalen Menschenverstandes" verhindert werden, dass man Opfer eines solchen Betruges wird. Schon die Frage "geht das überhaupt" kann verhindern, dass ein vermeintliches Schnäppchen zu einer treueren Angelegenheit wird.

Um gezielt gegen diese Betrügereien im Internet vorzugehen, hat die Polizeiliche Kriminalprävention der Länder und des Bundes jetzt in Kooperation mit eBay und dem Bundesverband des Deutschen Versandhandels (bvh) im Internet unter www.polizei-beratung.de praktische Hinweise und Tipps für Verbraucher und Anbieter eingestellt.

Dazu gehören vor allem die folgenden"Zehn goldenen Regeln" als Vorsichtsmaßnahmen beim E-Commerce

  1. Informieren Sie sich als privater Teilnehmer am E-Commerce so gut es geht über Ihren Geschäftspartner, also z.B. den Verkäufer eines Artikels in einer Online-Auktion.
  2. Achten Sie bei gewerblichen Händlern auf die so genannte Anbietertransparenz und vergewissern Sie sich, dass beispielsweise Kriterien wie
  • Identität/Anschrift des Anbieters
  • Garantie- und Gewährleistungsbedingungen
  • Rückgabe- bzw. Widerrufsrecht
  • Warenbeschreibung und Preis der Ware
  • Zeitpunkt über das Zustandekommen des Vertrages
  • Lieferbedingungen inklusive Versandkosten sowie
  • Zahlungsmodalitäten

auf den Seiten des Internet-Shops oder der Auktion leicht auffindbar sind. Ansonsten ist Misstrauen angebracht.

  1. Prüfen Sie insbesondere solche Angebote ganz genau, bei denen Sie in finanzielle Vorleistung treten müssen.
  2. Informieren Sie sich auf den Internet-Seiten von Verbraucherschutzverbänden, privaten Vereinen, speziellen Diskussionsforen und Computerzeitschriften oder auch dem Sicherheitsportal von eBay über mögliche Risiken.
  3. Achten Sie auf Ihr Rückgaberecht. Nach den Vorschriften für Fernabsatzverträge kann ein Kaufvertrag, der zwischen einem gewerblichen Händler mit einem Verbraucher geschlossen wurde, innerhalb von zwei Wochen widerrufen oder die Ware zurückgeben werden.
  4. Die Zwei-Wochen-Frist beginnt, nachdem dem Verbraucher die Belehrung über sein Widerrufsrecht zugegangen ist bzw. wenn er die Ware zu Hause erhalten hat, ansonsten verlängert sich die Frist auf sechs Monate.
  5. Achten Sie auf die Bezahlmöglichkeiten des Online-Geschäfts. Geben Sie der Zahlung per Rechnung, Überweisung oder Bankeinzug den Vorzug vor Kreditkartenzahlung oder Nachnahme.
  6. Informieren Sie sich über Zusatzkosten. Händler aus Nicht-EU-Ländern müssen nur mitteilen, dass Zusatzkosten wie Steuern oder Zoll anfallen können, aber nicht, wie hoch diese im Einzelfall sind.
  7. Achten Sie auf technische Sicherheit: Anbieter sollten eine verschlüsselte Datenübertragung ermöglichen. Meist geschieht dies mit dem Verschlüsselungsverfahren "SSL". Erkenntlich ist dies an dem "s" hinter dem http:// in der Adresszeile des Browsers und weiteren visuellen Hinweisen, dass eine gesicherte Verbindung zu dem Anbieter besteht.
  8. Tritt trotz aller Bemühungen ein Schadensfall ein, zeigen Sie den Sachverhalt sofort bei der Polizei an!

Hier finden Sie auch ein zusammenfassenden PDF-Flyer zum Downloaden.


Raubkopien

Raubkopien, Vorstöße gegen das Urheberrecht sind kein Kavaliersdelikt

Das Kopieren von Daten im Internet ist technisch kein Problem. Bei diesen Daten kann es sich um Filme, Musikstücke, Bücher, Computerprogramme, Datenbanken oder anderes urheberrechtlich geschütztes Material handeln. Jedoch ist nicht alles was technisch möglich ist auch erlaubt. Häufig steht dem Kopieren das Urheberrecht entgegen. Verletzungen der Urheberrechte können straf- und zivilrechtliche Konsequenzen nach sich ziehen.

Vorsicht in Sachen Urheberrechtsverletzungen ist vor allem geboten bei folgenden Internetangeboten:

  • Newsgroups
  • Tauschbörsen (p2p-Diensten)
  • Download-Plattformen im WWW
  • IRC-Chanels
  • FTP-Servern

Auch das Übernehmen fremder Inhalte auf eigenen Web-Seiten kann einen Verstoß gegen das Urheberrecht darstellen. Beim Benutzen der oben genannten Internetangeboten sollte auch immer bedacht werden, dass gerade diese Dienste sehr häufig zum Versandt von Viren/Trojanern und anderer Schadsoftware genutzt wird.

 

Auch der Diebstahl und Missbrauch Ihrer Daten kann Ihnen erheblichen Schaden zufügen!

 

 

Thema: Kinderpornographie
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Thema: Computerkriminalität
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